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übersicht / neues / Impressionisten statt Francis Ford Coppolasuchen login  hilfe!
 
raywer ist ray?beitrag bearbeiten 28. Jul 200210:59:37 vor 5354 tagen
Auf Telepolis erklärt Spieledesigner Ernest Adams, wie der technische Fortschritt Spiele mit neuen Ideen verhindert und zeigt einen Silberstreif am Horizont.
MaZwer ist MaZ?beitrag bearbeiten 28. Jul 200218:18:11 vor 5354 tagen
Hatten wir dieses "früher war alles besser" Geflenne nicht schon mal in einem anderen Thread? War es da nicht auch ein Typ, der wie Adams maßgeblich an der Produktion eines DRITTEN TEILS eines Spiels beteiligt war?
Die Argumentation ist - mal wieder - ober besser noch - wie immer - viel zu einfach. Der technische Fortschritt hat nicht das geringste damit zu tun, ob gute Games gemacht werden oder nicht. Beispiele - Bullfrog oder idsoftware. Das Problem liegt meiner Meinung nach woanders - es liegt in einer Fehlwahrnehmung der Interessen der SpielerInnen. Ein gutes Spiel muß eben NICHT teuer sein, es bedarf keiner Zwischensequenzen mit Schauspielern und einem eigenen Orchester. Das ist nett, aber mehr nicht. Aktuelles Beispiel - Warcraft III. Unter der bunten Oberfläche ein billiges Spiel, daß sich zu allem Überfluß noch wie ein Warhammer-Clone präsentiert. "Tetris mit Physik" hat mir mehr Spaß gemacht.
Ein ganz anderer Punkt - Qualitätskontrolle, wieviele Spiele habe ich wegen bugs schon zurück in den Laden getragen!?
Geradezu lächerlich finde ich das Beispiel "The Sims" in dem Artikel - gibt es ein weniger innovatives Spiel? Um Puppenstube zu spielen, brauche ich keinen Computer.
Noch ein Problem - die Konzentration in solchen Konzernen wie Electronic Arts. Tolle Sache, wenn sie Kohle für Projekte zur Verfügung stellen, die sonst nicht verwirklicht werden. Schlimm, wenn sie eine eingekaufte Marke in den Tod schicken, wie die Ultima-Reihe. Und wenn EA mal stirbt (die machen ja auch nur Verlust, oder), dann sind auf einmal viele, viele Spielentwickler weg vom Fenster.
Gleich mal einen Thread gegen den Neoliberalismus aufmachen.
iower ist io?beitrag bearbeiten 28. Jul 200219:28:49 vor 5354 tagen
Hatten wir dieses "früher war alles besser" Geflenne nicht schon mal in einem anderen Thread?
andauernd :)
Der technische Fortschritt hat nicht das geringste damit zu tun
es hat schon etwas damit zu tun oder man könnte verschärft sagen "die spieler sind schuld". denn der markt will immer mehr, immer bunter, immer realistischer und wenn ein spiel das nicht erfüllen kann gibts einen über die rübe, sprich es wird in den reviews verissen und auch nicht gekauft. wenn für das ziel die hochglanzoptik zu polieren mehr zeit drauf geht als für die spielidee und die leute sowas kaufen dann ist die richtung für die industrie doch klar! das tolle ist, es ist auch viel einfacher; spielideen lassen sich nicht unbedingt mit viel geld erzwingen, hochglanzoptik schon. du musst nur die teamgrösse explodieren lassen - im grunde handelt es sich hier doch um gerade die hollywood methodik die sich ernest adams so sehr wünscht.
"Tetris mit Physik" hat mir mehr Spaß gemacht.
hast du es gekauft?
Ein ganz anderer Punkt - Qualitätskontrolle
mit steigdender komplexität nimmt gleichzeitig auch die anzahl der möglichen (und auch der tatsächlichen) fehler rapide zu. hängt also direkt am "technischen fortschritt". problematisch ist auch die unüberschaubar grosse anzahl der kombinations möglichkeiten für pc-hardware. wenn du ein problem mit der QA von PC spielen hast, wäre es vermutlich geschickter auf konsolen umzusteigen, da die platform dort fest ist, hilft der QA ungemein!
Geradezu lächerlich finde ich das Beispiel "The Sims" in dem Artikel - gibt es ein weniger innovatives Spiel? Um Puppenstube zu spielen, brauche ich keinen Computer.
du würdest dann vermutlich auch in die rubrik der designer gehören die die spiele nur für sich selbst stricken :)
Und wenn EA mal stirbt [..], dann sind auf einmal viele, viele Spielentwickler weg vom Fenster.
so schlimm ist es nicht unbedingt, denn es ist in der branche üblich teams für ein projekt zusammenzustellen und nach projekt ende wieder aufzulösen.
(die machen ja auch nur Verlust, oder)
wenn ich das hier richtig lese, scheint es ihnen so dreckig nicht zu gehen.
raywer ist ray?beitrag bearbeiten 29. Jul 200211:38:26 vor 5353 tagen
Aus aktuellem Anlass hab ich mir endlich mal die Doku über Apocalypse Now angeschaut, die hier seit Monaten rumlag. Schlusssatz von Coppola (ca. 1980):
Es gibt jetzt diese billigen 8mm-Kameras, und da sehe ich eine echte Chance, diesen ganzen sogenannten Professionalismus loszuwerden. Ich hoffe, dass irgendwann ein kleines Mädchen eine solche Kamera nimmt und einen wunderbaren Film macht.
MaZwer ist MaZ?beitrag bearbeiten* 29. Jul 200219:12:58 vor 5353 tagen
hast du es gekauft?

Nein. Allerdings aus zwei Gründen - ich habe keine Kreditkarte und ich habe keinen Computer mehr, auf dem es läuft. :)
mit steigdender komplexität nimmt gleichzeitig auch die anzahl der möglichen (und auch der tatsächlichen) fehler rapide zu.

Natürlich. Nur - ich erinnere mich an hochkomplexe Rollenspiele, die ohne bugs waren, beim aktuellen "Neverwinter Nights" bekomme ich schon wieder Lust die ganze Firma in Schutt und Asche zu legen. Und die Spiele von idsoftware sind da ein gutes Beispiel - sie waren und sind IMMER direkt aus der Packung spielbar, ein Patch war nie wirklich notwendig.
du würdest dann vermutlich auch in die rubrik der designer gehören die die spiele nur für sich selbst stricken :)

Boah, wenn ich die Kohle hätte, würde ich endlich mal ein Rollenspiel basteln lassen, das durch und durch GUT ist. :)
so schlimm ist es nicht unbedingt, denn es ist in der branche üblich teams für ein projekt zusammenzustellen und nach projekt ende wieder aufzulösen.

Trotzdem hat das was von Monokultur und fördert den spielerischen Fortschritt sicher nicht.
... ganzen sogenannten Professionalismus loszuwerden.

Es gibt ja eine riesige Sharewareszene, nur bekommt das der Kunde eben kaum mit. Das ist doch höchstens mal eine Seite in den Spielemagazinen. Die stecken alle unter einer Decke! MurmelmurmelNeoliberalismusmurmel.
iower ist io?beitrag bearbeiten 29. Jul 200219:49:07 vor 5353 tagen
Und die Spiele von idsoftware sind da ein gutes Beispiel - sie waren und sind IMMER direkt aus der Packung spielbar, ein Patch war nie wirklich notwendig.
es soll auch leute geben die aus dem handgelenk heraus für drei platformen gleichzeitig schreiben und weil sie sonst nix zu tun haben linux treiber schreiben, feraris tunen und raketen basteln - ist aber wohl eher selten.
Trotzdem hat das was von Monokultur und fördert den spielerischen Fortschritt sicher nicht.
wenn sie pleite gehen ist die "monokultur" doch wieder futsch, also wo ist das problem :)
Es gibt ja eine riesige Sharewareszene, nur bekommt das der Kunde eben kaum mit. Das ist doch höchstens mal eine Seite in den Spielemagazinen.
das ist richtig, gewöhnlich ist die qualität von free- oder shareware spielen aber auch nicht vergleichbar mit einer multi millionen dollar produktion. alleine die nicht-existenz eines grafikers löst bei mir gewöhnlich akuten brechreiz aus. möglicherweise gibt es da ausnahmen (doom1?), aber nicht sehr viele. sowas macht sich einfach nicht gut in einer hochglanz zeitung. ach und die meisten shareware "studios" haben überhaupt keine QA ;)
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